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Hans-Peter Wirth WERKHUELZ
Skulpturen

Zur Ausstellungeröffnung am Freitag, 17.7.2020:
- Andacht 18h
- Preview 17h
- Menschsein Menschwerden

laden wir Sie herzlich ein.

GEÖFFNET ist die Ausstellung:
Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 ? 11.00 Uhr
sowie Sonntag 11.00 Uhr ? 13.00 Uhr, bitte nach vorheriger Vereinbarung.

Johanneskirche, Riehenstrasse 22,
79539 Lörrach

Bei Vernissagen spielten und sprachen 2003 skulpturenaustellung/musikaktion/konzert des ensemble oktopus in der reaktorhalle und in der pinakothek der moderne, münchen
2004 kunstinstitut annener berg, witten
2004/2005 GLS gemeinschaftsbank, bochum
2005 PROGR zentrum für kulturproduktion, bern
2006 kommunikationsagentur farner PR, bern
2006 la capella, bern
2006 evangelische kirche, moosseedorf
2007 bis 2012 wankdorfstadion bern s3o
2007 und 2011 galerie im hof, kleestadt bei frankfurt a.m
2007 galerie bärtschi nydeggstalden 32, 3011 bern
mehrfach grussworte der deutschen botschafter
2012 und 2013 kleine kunsthalle lörrach (kklö)
2013 taschentheater mit skulpturen und musik im kklö „die geschichte vom soldaten“
2013 zum 100jährigen jubiläum des elisabethenkrankenhaus lörrach
2014 kath. kirche zürich altstetten
2015 St. Jakob Stadion Basel
2015 kunstraum lörrach
Seit 2016 kunst im koffer verschiedene orte: u.a. münchen, signau, basel 2017 markus kirche erlangen 2018 johanneskirche lörrach 2018 vitra center basel birsfelden 2018 skulpturengarten geisberg hofstetten am main 2018 skulpturengarten am predigerhof reinach 2018/2019 gartenausstellungen lupsingen, bennwil Ab 2020 geplant zug, münchen u.a.
Lebenslauf
hans-peter wirth, geboren in lohr am main, deutschland
lebt in der schweiz und in deutschland
1976 - 1981 musikstudium »kontrabass« in würzburg
studium der kunstgeschichte und der musikwissenschaft
1981 künstlerische und pädagogische staatsprüfung
1982 künstlerisch-handwerkliche ausbildung, privatschullehrerdiplom in stuttgart
seit 1984 bildhauerische tätigkeit unter dem namen WERKHUELZ. arbeiten u.a. in
deutschland, norwegen, der schweiz, kanada, indien
seit 1987 auch internationale konzerttätigkeit
seit 1997 geschäftsführer und intendant internationaler orchester:
junge deutsche philharmonie, münchener kammerorchester und camerata bern
seit 2007 auch als kultur- und wirtschaftsberater tätig, dipl, finanzplaner
PORTRAIT
«Kein Eindruck ist der Baum, kein Spiel meiner Vorstellung, kein Stimmungswert, sondern er leibt mir gegenüber und hat mit mir zu schaffen, wie ich mit ihm - nur anders. Man suche den Sinn der Beziehung nicht zu entkräften: Beziehung ist Gegenseitigkeit. So hätte er denn ein Bewusstsein, der Baum, dem unsern ähnlich? Ich erfahre es nicht. (...) Mir begegnet keine Seele des Baums und keine Dryade, sondern er selber.»
Martin Buber

Das Bearbeiten von Holz ist so alt wie die Geschichte des Menschen. Die Skulpturen von Werkhülz führen uns in eine zeitlose Ursprünglichkeit, die dennoch ihre Kraft aus dem Hier und Jetzt bezieht. Gespür für das Material Holz und die erforderliche Technik lernte Werkhülz vom Vater und später in der Ausbildung zum Kunstpädagogen. Wenn man auf die Herkunft der Hölzer schaut, so spiegelt sich die Vielseitigkeit und Flexibilität im Leben des Künstlers. Er findet unterschiedliche Hölzer an diversen Orten - oder besser gesagt, die Hölzer scheinen ihn zu finden an dem Ort, an welchem er sie auch bearbeitet: Linde im Berner Oberland und im Spessart, Birke und Pappel in Norwegen, sowie Ölbaum in Assisi. Die dargestellten Sujets entstehen während des Schaffensprozesses, in Auseinandersetzung mit dem vorgefundenen Material. Im Gespräch zwischen Künstler und Material schälen sich die Figuren heraus, als ob sie vorher im Holz verborgen gewesen wären. Für Werkhülz ist das zentrale Thema seines Schaffens die menschliche Gestalt. »Das einzige Thema, wofür es sich lohnt zu arbeiten, ist die menschliche Gestalt. Alles andere wäre Zeitverschwendung.« Werkhülz Das lebendige Material Holz mit seiner Eigendynamik von Trocknen und Reißen tritt in Dialog mit der menschlichen Gestalt: Dieses »Gespräch« kann durchaus auch zum Kampf auswachsen, wenn ein Gesicht im Holz so stark ist, dass es der Vorstellung des Künstlers widerspricht. Der Kopf des »Schwarzen Engels« Opus 12 war durch die Struktur des Holzes schon da, er forderte den Künstler zur Auseinandersetzung heraus, ebenso das Schwarz der Unterrinde. Zum »Engel« wurde die Skulptur erst hinterher. Beinahe alle Titel findet der Künstler erst, wenn das Werk beendet ist. Im »Gesicht ruhend« Opus 26 gestaltet sich der Riss im Holz zur Falte oder konkret zum »Einschlag von oben«. Eine technische Notwendigkeit im Umgang mit dem Material Holz stellt manchmal den Anfang eines neuen Themas dar: bei »F1« Opus 16 und »C1« Opus 15 war es das Absperren des nassen Holzes, welches zu dem querliegenden Kopf führte, der eine gleichsam schmerzhafte Spannung zur Eigendynamik des Holzes bildet. Der Schaffensprozess - wie Werkhülz ihn versteht - ist ein Dialog zwischen Natur und Kultur, zwischen dem gewachsenen Holz und dem Gestaltgebenden, eine Auseinandersetzung zwischen Konkretem und Ideellem, zwischen Material und Vision. Die Skulpturen sprechen eine gleichsam archaische Sprache, sie haben etwas Zeitloses schon immer da Gewesenes und sind dennoch heute aktuell.

Tanja Jorberg
München
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